DIE KOORDINIERUNGSSTELLE

Kerstin Schmitz

Leiterin Koordinierungsstelle

Aufgaben und Angebote

Im Gespräch mit Kerstin Schmitz

Red.: Kerstin, seit September 2015 leitest Du nun die Koordinierungsstelle der Genossenschaft am Pulvermaar. Kannst Du uns einmal erläutern, was genau die Koordinierungsstelle der sorgenden Gemeinschaft eigentlich ist und macht.

Kerstin Schmitz: Wir haben uns insbesondere zum Ziel gesetzt, dass unsere Bürger trotz Unterstützungs- und Pflegebedarf so lange sie es wollen in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben können. Wir merken schon heute, dass dies viel weniger als bislang durch familiäre Strukturen gewährleistet werden kann. Die immer größer werdende Lücke wollen wir - über alle Generationen hinweg - durch nachbarschaftliche Hilfe und Solidarität ersetzen. In der Genossenschaft am spielt darum die Koordinierungsstelle eine Hauptrolle.

 

Red.: Was ist dabei Deine Aufgabe?

Kerstin Schmitz: Meine Aufgaben sind sehr vielfältig. Es geht im Kern darum, Unterstützungs- und Pflegebedarf zu erkennen, um dann für jeden Einzelfall eine Lösung zu finden. Dies erfolgt oftmals in einer Kombination von professionellen Diensten und solidarischem bürgerschaftlichen Engagement, z. B. aus der Nachbarschaft heraus.

 

Red.: Wie sind denn Deine bisherigen Erfahrungen?

Kerstin Schmitz: Nun, aller Anfang ist bekanntlich schwer. Es hat schon einige Zeit gedauert, bis die Koordinierungsstelle und ihr Angebot in das Bewusstsein unser Bürger gerückt ist. Mittlerweile ist das Feedback erfreulicherweise sehr positiv. Sehr geschäzt wird vor allem, dass ich in einer ganzen Reihe von Bedarfslagen schnell und unkompliziert tätig werden kann. Die Zusammenarbeit mit den professionellen Diensten, den Seniorenbeauftragten, dem Verein Bürger für Bürger, der Demenzgruppe Kaffeemühle, mit Unterstützern aus den Nachbarschaften und vielen anderen Akteuren, zu denen auch unsere Kirche gehört, zahlt sich immer mehr aus.

 

Red.: Gillenfeld ist ja mit dem Florinshof in die Schlagzeilen gekommen. Wie ordnet sich dieser in die sorgende Gemeinschaft und die Arbeit der Koordinierungsstelle ein?

Kerstin Schmitz: Die Idee des barrierefreien Wohnens hat in Gillenfeld hat unglaublich viel in die Wege geleitet. Das Wohnprojekt Florinshof ist heute ein Großprojekt mit außerordentlicher Signalwirkung, dass uns nicht nur rund ums Pulvermaar, sondern weit über die Grenzen unserer Region bekannt gemacht hat und immer noch macht.

Sicher ist der Florinshof das deutlich sichtbare Zeichen – sozusagen der Leuchtturm – der sorgenden Gemeinschaft – und ich freue mich, dass wir schon bald mit dem Bau beginnen werden. Mit ihm verbindet sich aber auch die Erkenntnis, dass alleine durch die 13 barrierefreien Wohnungen nicht alle Ziele der Genossenschaft erreicht werden können… und darum liegt die Besonderheit und der große Nutzen in der Komination mit dem Angebot der Koordinierungsstelle.

 

Red.: Was wünscht Du Dir für Dich und die sorgende Gemeinschaft für die nächsten zwei oder drei Jahre?

Kerstin Schmitz: Für mich ist die sorgende Gemeinschaft das Zukunftsbild für Gillenfeld. Es ist für mich eine sehr sinnvolle Weiterentwicklung des Konzepts der Nachbarschaftshilfe hin zu organisierten Dienstleistungen und Hilfeangeboten. Mein Wunsch ist, dass dies noch viel mehr Bürger erkennen und auch in Anspruch nehmen.

Für mich ganz persönlich liegt der besondere Reiz darin, dass es nicht nur um das Älterwerden, sondern um das generationenübergreifende Miteinander geht: Jung und alt, einfach alle, und das gemeinsam. Das macht mir einfach Spaß, und ich wünsche mir, dass noch viel mehr Menschen aus unserer Region diesen Spaß teilen.

Mir ist aber auch bewusst, dass wir noch geeignete Wege finden müssen, um die Koordinierungsstelle dauerhaft finanzieren zu können – und das ist eine echte Herausforderung. Wenn ich sehe, wie viele Menschen genau daran arbeiten, die Kommune, die Wirtschaft und letzten Endes alle Mitbürger dafür zu gewinnen, dann bin ich wirklich zuversichtlich.

 

Red.: Kerstin, wir wünschen Dir und den Gillenfeldern, dass Deine Wünsche schon bald Wirklichkeit werden und danken Dir für das Gespräch.

SPRECHEN SIE MICH AN!

Ich freue mich darauf, Ihnen schnell und unkompliziert helfen zu können.

Kerstin Schmitz
E-Mail: koordinierungsstelle@genomaar.de
+49 6573 95 30 394